REACH
ÜberblickDie REACH-VerordnungDie REACH-Verordnung wurde durch das Europäische Parlament und den Europarat Ende 2006 verabschiedet: Unternehmen, die mehr als eine Tonne Chemikalien in Europa herstellen oder nach Europa importieren, müssen demzufolge spezielle Dokumentations- und Registrierungsauflagen für chemische Substanzen erfüllen, was erheblichen operativen Aufwand mit sich bringt. Seit Juni 2007 müssen mehr als 6.000 betroffene Unternehmen über 30.000 verschiedene Chemikalien erfassen. Die erste Phase von REACH hat am 1. Juni 2007 begonnen und ein Jahr später startet die Vorregistrierung. Bis 1. Dezember 2008 müssen Unternehmen dann die im Rahmen der Vorregistrierung erforderlichen Stoffdaten und Verwendungen an die Agentur in Helsinki übermitteln. Damit sind die Vorgaben aber noch lange nicht erfüllt, denn darüber hinaus werden Unternehmen alle Beschaffungs-, Fertigungs- und Lieferprozesse auf REACH Konformität hin überwachen und dokumentieren müssen. Um die komplexen und wiederkehrenden Prozesse rund um REACH auch in Zukunft mit den Kernprozessen des Unternehmens in Einklang zu bringen, benötigen Unternehmen die Unterstützung durch IT-Lösungen, die in die Unternehmensprozesse integriert sind – Insellösungen für die Registrierung oder Exceltabellen helfen hier nicht weiter.» Ist Ihr Unternehmen betroffen?REACH betrifft keineswegs nur die Produzenten und Importeure von Stoffen und Zubereitungen aus der Prozess-Industrie. Im Blickpunkt stehen auch Hersteller und Importeure von Erzeugnissen, in denen sich die von REACH regulierten Stoffe befinden. In der Praxis wird es kaum ein in der EU ansässiges Industrieunternehmen geben, das nicht zumindest in der Informationspflicht steht. Darüber hinaus werden auch zahlreiche Marktteilnehmer außerhalb der Prozess-Industrie Stoffe registrieren müssen, so zum Beispiel Fahrzeugbauer, Metallverarbeiter oder Textilhersteller.
» Was bedeutet REACH für Ihr Unternehmen?Die Anforderungen der Verordnung machen Ihr Handeln in drei Bereichen notwendig:
1. Registrierung von Stoffen und Zusammenarbeit in SIEFSREACH verlangt die Registrierung von Stoffen pro rechtlich selbstständige Gesellschaft. Um alle Registrierungs- und Prüfaktivitäten für bestimmte Stoffe zu koordinieren, organisieren sich Hersteller und Importeure in so genannten Substance Information Exchange Forums (SIEF). Die Zusammenarbeit in den SIEFs erfordert eine reibungslose Kommunikation.2. Sicherer Einsatz von StoffenZudem müssen Sie die Anforderungen für die zulässige und sichere Verwendung der Produkte erfüllen, die den registrierten Stoff enthalten. Das bedeutet: Anwender müssen betroffene Prozesse kontinuierlich überwachen und die Einhaltung der Anforderungen sowie das Risikomanagement sicherstellen. Als Hersteller oder Importeur benötigen Sie daher Funktionen für Material-, Stoff- und Verwendungsmanagement, die Sie dabei unterstützen, alle REACH-relevanten Stoffe in Ihrem Unternehmen effizient bereitzustellen, beispielsweise hinsichtlich der Stoffeigenschaften sowie der Verwendungs- und Expositionsszenarien.3. Kommunikation in der LieferketteNeben der Registrierung und Zulassung der Stoffe innerhalb Ihres Unternehmens müssen Sie auch deren Verwendungen in der gesamten Lieferkette ermitteln und diese ebenfalls zur Registrierung anmelden. Damit wird die zuverlässige Kommunikation mit Ihren Kunden und Lieferanten entscheidend für Ihren Erfolg.
Im Einklang mit REACH zu wirtschaften ist ein fortwährender Prozess. Eine
IT-Lösung die Sie dabei umfassend unterstützt, muss zum einen in die Kernprozesse wie Beschaffung, Fertigung und Logistik integriert sein. Zum anderen muss sie sich in die bestehende IT-Landschaft einfügen. Nur so entlastet die Lösung Sie jetzt und in Zukunft.
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